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Zwischenfazit: Das ist deutlich überlegen wenn man konkreten Leuten folgen möchte (u.a. mehr Zeichen, Content-Warning-System, ...). Wer dagegen mehr themen- als accountorientiert mit Hashtags ins Blaue postet, wird mit nicht wirklich glücklich werden. Dafür fehlt die "gemeinsame Weltsicht" über alle Knoten wie sie im IRC deutlich besser hergestellt wird. Abseits großer Instanzen verhungert man und auch dort sieht man nur die "lokale Welt".

· · SubwayTooter · 3 · 2 · 1

@ls Der IRC Vergleich ist m.E. nicht treffend. IRC ist von der Struktur her wie Twitter/Facebook: du bist von einem zentralen Betreiber abhängig. Entscheidest Du dich für ein Netzwerk (z.B. freenode), siehst Du nicht was auf den anderen IRC-Netzwerken passiert (z.B. quakenet) - außer du machst ein eigenes Konto dort auf.

Ansonsten fasst es der alte Toot von @thomasfuchs für mich gut zusammen:
mastodon.social/@thomasfuchs/1

@schwurbel IRC ist auch eine Föderation von Servern unabhängiger Betreiber, auch innerhalb eines Netzes wie IRCnet. Zugegebermaßen relativ statisch konfiguriert, aber das System ist auch fast 30 Jahre alt. Dass es parallele Netzwerke gibt ist von Vorteil, aber innerhalb eines Netzwerkes sollte jeder alles mitbekommen können. Im IRC ist dem so.
Der Toot von TF unterschlägt, dass es verschiedene Nutzungsarten gibt, nicht nur das Folgen von Accounts.

@ls IRCnet kenne ich nicht, soweit mir bekannt werden z.B. bei freenode und quakenet die Server zentral verwaltet, auch wenn diese vielleicht von "Sponsoren" bereitgestellt werden.

Bei #Friendica kann man Hashtags folgen, so dass Posts mit diesem Tag in der Timeline auftauchen.

#Mastodon bietet in der "fortgeschrittenen" Web-GUI die Möglichkeit Tags festzupinnen (auch mehrere in einer Spalte) - die Toots bleiben dann aber außerhalb der Timeline sofern sie nicht anderweitig dorthin kommen.

@schwurbel Das klassische ist eine weltweite Föderation, aber natürlich kann jeder sein eigenes Netz mit eigenen Regeln aufmachen.
Im Client ist das Folgen von Tags kein Problem, aber das führt nicht dazu, dass die lokale Instanz die Daten auch bekommt. Soweit ich das verstehe, gibt das Protokoll das nicht her. Somit sieht jeder nur einen Bruchteil aller Toots mit dem gefolgten Hashtag. Und auf kleinen Instanzen ist das fast nichts.

@ls Gegen die leere föderierte Timeline gibts bei #Friendica Relay-Server, ob #Mastodon sowas auch hat weiß ich nicht.

Ich empfinde es eher als Vorteil, dass nicht das komplette Netzwerk auf jeden Knoten gespiegelt wird. Die "föderierte #Timeline" auf mastodon.social ist auf Grund der Masse an oft uninteressantem Content für mich nicht mehr praktikabel zu nutzen. So viel kann ich gar nicht filtern damit ich da was potentiell Interessantes mitbekomme.

@schwurbel Ja, auch kennt Relais, allerdings gibt es nur wenige und Internetdiskussionen behaupten, dass das nur taugt um kleine Instanzen zu verbinden. Ich kann nicht beurteilen ob das wahr ist, ich nutze Mastodon erst seit ein paar Tagen.

Es geht nicht darum, das Netz zu spiegeln. Siehe social.lsnet.eu/@ls/1033956953

@ls Meine Sicht darauf ist, dass es nicht unbedingt ein Nachteil sein muss.

Ich bin auf meiner Instanz alleine und sehe sehr viel, immer auch wieder neue Leute, deren Beiträge von schon Bekannten geteilt werden.

Die Hashtag-Suche reicht halt nur so weit, wie Inhalte förderiert sind, aber das muss ja nicht unbedingt ein Nachteil sein. Persönlich habe ich nicht das Gefühl, dass ich bei jedem neuen Scheiß dabei sein muss, mir sind eher Kontakte wichtiger, die interessante Inhalte kurz und knapp teilen. Diesen Vorteil nennst Du ja auch.

Da ich sowieso weniger Zeit habe, als sie für alle Posts der Welt reichen würden, wächst so langsam, aber stetig ein Stream aus mich interessierenden Inhalten.

Einige hier teilten Hashtags zu der Migration von Spaniern weg von Twitter, hin zu Mastodon. Ich klicke drauf und sehe: Nichts. Aber ist es ein Nachteil? Für mich nicht. Es würde ja heißen, dass ich alle Daten der Welt verfügbar haben müsste. Dann würde die Förderation eine Quasi-Zentralisation. Man kann halt nicht alles haben, aus meiner Sicht.

@herrdoering Ich möchte auch nicht alle Posts dieser Welt lesen, aber mich interessieren bestimmte Themen, zu denen es in Summe gar nicht mal so viele, aber eben weit verstreute Toots gibt. Gerade bei Veranstaltungen wie dem sind die Toots auch ein prima Instrument, um die "Atmosphäre" des Events aufzunehmen, weil man viele verschiedene Sichtweisen kennenlernt. Wenn man nur Accounts folgt, landet man leicht in einer "Filterbubble" (bewusst in Anführungszeichen).

man braucht aber schon so eine art grundmenge an connections, um sich im fediverse wohlzufühlen. mein erster hubzilla-versuch ist daran gescheitert, dass ich dort ganz einsam und allein herumhing, alles öde leere um mich herum. dann gab es ein disapora-intermezzo, das mir einige kontakte eingebracht hat, die ich dann bei meinem zweiten hubzillaversuch als startbasis benutzt habe. insofern ist das mit dem eigenen pod/hub wohl nur dann machbar, wenn man schon connections hat.

hier spült einem halt kein algorythmus irgendwelches zeug in den stream ...
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